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Je mehr Sprache gebraucht wird, desto sicherer wird der Umgang mit ihr! Sprachförderung bei Kindern. Wichtige Grundlage für die kindliche Sprachentwicklung sind vielfältige Erfahrungen der Umwelt mit allen Sinnen.

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Sprachförderung sollte die Sprachfähigkeit und das Sprachverständnis erhalten und erweitern. Um Sprache zu erlernen, zu erhalten und auszubauen, muss ein stetiger Gebrauch der Sprache durch Hören und Sprechen erfolgen. Durch den engen Zusammenhang der Sprachentwicklung mit dem Denkvermögen ist es von großer Bedeutung, stetig Denkanregungen zu erhalten. Sprache muss trainiert werden, genauso wie das Denken. Je mehr Sprache gebraucht wird, desto sicherer wird der Umgang mit ihr!

Der kindliche Sprachentwicklungsprozess!

Wichtige Grundlage für die kindliche Sprachentwicklung sind vielfältige Erfahrungen der Umwelt mit allen Sinnen. Durch die Erfahrungen mit allen Sinnen bekommen die Kinder eine Vorstellung von Gegenständen, verfeinern und verinnerlichen diese und symbolisieren letztlich diese durch ein Wort. Die Sprache ist die Voraussetzung für die Weiterentwicklung zum abstrakten Denken. Der kindliche Spracherwerbsprozesses basiert auf Imitation und Verstärkung, unbewusst-intuitiv, Interaktion und konkreter Handlung.

Das erlernen der Sprache bedeutet für das Kind, dass es sich mitteilen kann. Es wird nicht nur von der Bezugsperson verstanden, sondern kann seine Gefühle, Wünsche und Gedanken gegenüber anderen Personen ausdrücken. Dies schafft ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Intregration. Das kindliche Bewusstsein zu sich selbst verändert sich. Das Kind kann sich selbst im Spiegel erkennen und schafft die Differenzierung in Bezug zur Umwelt.

Die Sprachentwicklung ist eng mit der Hirnreifung verbunden. So verstehen Kinder zunächst mehr, als dass sie selbst aussprechen können. Sie beantworten eine Frage mit Kopf nicken oder schütteln, bevor sie ja oder nein sagen können. Sie erkennen ihren eigenen Namen und bringen ihn mit sich in Verbindung, indem sie auf sich deuten. Sie wissen, wer Mama oder Opa sind. Mit der Entwicklung der kindlichen Sprache entwickelt sich gleichzeitig die Wahrnehmungsfähigkeit, Gedächtnisfähigkeit und Erkenntnisfähigkeit.

Sind Sie unsicher, ob bei Ihrem Kind die Sprachentwicklung altersgemäß verläuft, dann sprechen Sie mit Ihrer/Ihrem Kinderärztin/-arzt. Diese können durch verschiedene Tests feststellen, ob bei Ihrem Kind eine Entwicklungsstörung oder Entwicklungsverzögerung vorliegt.

In allen Sprachen der Welt verläuft die Sprachentwicklung gleich. Von Geburt an ist die Grundlage für das Sprachverständnis und die Sprechfähigkeit vorhanden. Die Basis ist vor allem eine vertrauensvolle, konstante und liebevolle Beziehung zwischen Kind und seinen Bezugspersonen. Bei einer intakten Gehirnfunktion lernt jedes Kind das Sprechen. Der Sprachentwicklungsverlauf ist allerdings bei jedem Kind unterschiedlich. Bereits Föten reagieren auf sprachliche Reize und Säuglinge können zwischen einer ärgerliche Stimmlage und einer freundlichen ruhige Stimme unterscheiden. Durch Mimik und Gestik wird die Bedeutung der Sprache unterstützt und für das Kind verständlich. Mit der ersten Silbenbildung versucht der Säugling die Sprache nachzuahmen.

Verlauf der Sprachentwicklung

Vorbereitend, um Sprechen zu können, müssen die Mundmuskeln und die Sprechwerkzeuge trainiert werden. Dies tut das Baby durch Saugen, Schlucken, Lecken und Kauen sowie durch Weinen und Schreien.

Mit ca. 6 Monaten beginnen die Sprachvorübung durch das so genannte Lallen. Fasziniert von den eigenen Lauten, welche durch verschiedene Stellungen der Zunge produziert werden können, üben die Kleinen vielfältige Kombinationen aus Konsonanten und Vokalen, wie dada, lala oder gaga.

Mit ca. 8 bis 9 Monaten erwacht die Sprechlust und die Kinder versuchen Laute nachzuahmen und sich durch ihre eigene Fantasiesprache auszudrücken. Die Kinder fangen an, die Sprache zu verstehen und aktiv darauf zu reagieren. Jetzt lernen die Kinder viele Wörter kennen, welche sie selbst bald nachsprechen können. Alltägliche Situationen können sprachlich begleitet und erklärt werden und fördern so das Sprachverständnis beim Kind.

Über Bilderbücher kann der Wortschatz sehr effektiv aufgebaut und erweitert werden. Schnell lernen die Kinder die Bezeichnung der abgebildeten Gegenstände, Tiere und Situationen.

Durch die Weiterentwicklung des abstrakten Denkens können die Kinder bald Ihre Umwelt genauer differenzieren. Sind am Anfang alle Personen nur Menschen und alle Tiere nur Tiere, unterteilt das Kind später die Menschen in Mama, Papa, Oma und Opa und unterscheidet die Tiere anhand ihrer Merkmale, z. B. in laufende und fliegende Tiere. Beleitend werden die Tiere mit Ihren Lauten bezeichnet. Ein Hund wird beispielsweise als WauWau und alle Vögel mit Piep benannt.

Mit 12 bis 18 Monaten ist das Kind in der Lage, Gegenstände und Personen einander zuzuordnen und mit ähnlichen in Verbindung zu setzen. Zuerst sprechen die Kinder in der so genannten Babysprache und ersetzen Konsonanten durch Vokale oder lassen Silben weg. Die Erwachsenen sollten stets das richtige Wort gebrauchen, so wird das Kind allmählich das richtige Wort verwenden.

Im 2. Lebensjahr entstehen bereits kleine Kommunikationen zwischen dem Kind und seinen Bezugspersonen. Für Außenstehende ist die kindliche Sprache oft nicht leicht zu verstehen. Die Kinder antworten auf Fragen mit ja oder nein, verstehen kleine Sätze und antworten in Einwortsätzen. Das Kind ist in der Lage Botschaften mitzuteilen. Über einzelne Wörter teilt es mit, dass es etwas haben oder tun möchte. Wenn das Kind z. B. "mam mam" sagt, bedeutet es, dass es etwas essen möchte oder "haia haia" bedeutet, dass es müde ist und schlafen möchte.

In nur wenigen Wochen wird die Sprache deutlicher und verständlicher. Immer mehr Laute, z.B. a, o, u, m, p, b, n, l, d, t, w, f folgen und werden in den Wörtern deutlich ausgesprochen. Selbst Tätigkeiten werden genauso mit einem Wort benannt wie Dinge und Personen.

Auch kleine Aufgaben, wie "Geh zum Papa" oder "Bring mir das Auto" kann das Kind verstehen und führt diese Aufgaben aus. Die Kinder erobern sich nun Ihre Welt um sich herum, indem sie jedem Ding einen Namen geben.

Kinder können im Alter von 2 Jahren ca. 50 Wörter richtig einsetzen. Bald ist das Kind in der Lage, einem Gegenstand eine Eigenschaft zuzuordnen. So entsteht der erste Zweiwortsatz. Nun sagt das Kind z. B. "heia Bett". Kinder beobachten sehr genau und ahmen nicht nur die Sprache, sondern auch die Tätigkeiten anderer Personen nach.

Ein besonderes Interesse üben Reime, Lieder und Fingerspiele auf Kinder aus. Diese fördern die Sprachentwicklung auf faszinierende und spielerische Weise.

Mit der Sprachentwicklung im 3. und 4. Lebensjahr verändert sich der Satzaufbau. Der Wortschatz hat sich enorm erweitert und das Kind kann nun richtige Sätze sprechen. Dabei steht meist das Subjekt am Anfang des Satzes und das Prädikat wird gebeugt. So entstehen Sätze wie: "Ich bin gesitzt" oder "Ich hab gelauft". Das Gesprochene sollte nicht direkt korrigiert werden, aber der Satz sollte von den Erwachsenen richtig wiederholt werden.

Besonders spannend wird die Phase der Wo und Warum-Fragen. Diese Fragen sind für die Denkentwicklung des Kindes sehr wichtig. Das Kind möchte alles wissen und zu jeder Situation die entsprechenden Hintergrundinformationen haben. Gibt man ihm hier kindgerechte, leichtverständliche Erklärungen, wird es diese verstehen und sein Wissen stetig erweitern können. Ganz nach dem Motto: Erklär mir die Welt!

Der Wortschatz wächst noch stetig, aber nicht mehr so stark, wie in der Anfangszeit. Im Fragealter werden dafür die Satzbildungen komplexer, und die grammatikalische Ausdrucksweise wird "richtiger".

Zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr kann das Kind kleinere Geschichten erzählen und Geschehnisse nacherzählen. Durch das erweiterte Denkvermögen, kann das Kind auf komplizierte Fragen antworten, welche durch sein eigenes "Wollen" und "Möchten" bestimmt werden. Die Sätze werden mit "und" sowie "dann" verbunden. Gegen Ende des fünften Lebensjahres werden auch Nebensätze gebildet.

Im ersten Schulalter werden die Wörter nach Silben und Buchstaben zerlegt. Dies ist eine wichtige Vorbereitung für das Lesen- und Schreibenlernen. Zusammenhänge werden vom Kind besser begriffen und können sachbetonter und kontrollierter zum Ausdruck gebracht werden.
 
Je mehr die Sprache gebraucht wird, desto sicherer wird der Umgang mit ihr. Eine sprachliche Gewandtheit wird durch Bücher lesen, Briefe schreiben und sozialen Kontakten gefördert.
 
Die Sprachentwicklung ist nie abgeschlossen.

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